Eine Jobcenter Mitarbeiterin mit Rückgrat, Inge Hannemann. Die Mitarbeiterin des Jobcenters Hamburg-Altona, geht kritisch mit dem Innenleben eines Jobcenters um. Sie war zu Gast bei der Bürgerinitiative „Bedingungsloses Grundeinkommen“ in Berlin.

Frau Hannemann hat nun eine Vorladung zu einer Anhörung durch die Stadt Hamburg, ihrem Arbeitgeber erhalten. Sie fällt durch ihren kritischen Hartz IV-Blog (http://www.altonabloggt.wordpress.com) auf.
Ihr Ziel: das Aufdecken von Missständen und das kämpfen für Menschenwürde nach dem Grundgesetz in den Jobcentern. Mit spitzer Feder, aber auch Sachlichkeit und guten Recherchen schreibt sie über das System in diesem Amt. Sie teilt öffentlich mit, dass sie nicht gegen die Bundesagentur für Arbeit kämpft, sondern für Etwas. So für die Einhaltung der Grundgesetze innerhalb der Hartz Gesetze, für kompetente Mitarbeiter mit entsprechender Ausbildung sowie Empathie. Auch macht sie sich stark für die Abschaffung der Sanktionen und der Willkür in den Jobcentern. Sie deckt auf, sie klärt auf und sie stellt infrage.
Aufgrund dessen hat sie nun eine Vorladung zur Anhörung erhalten. Insbesondere der letzte Satz veranlasst zu hinterfragen: „Über die Inhalte des Blogs und darüber, ob und wieweit Sie an diesen Inhalten in Zukunft festhalten oder davon abrücken möchte würden wir gern ein persönliches Gespräch mit Ihnen führen.“
Liegt hier ein versteckter Versuch der Einschränkung des Artikels 5 des Grundgesetzes der freien Meinungsäußerung vor? Auch gibt zu denken, dass dieses Schreiben nur zwei Tage vor dem Termin mit der Bürgerinitiative „Bedingungsloses Grundeinkommen“ ausgehändigt wurde. Ebenso gibt zu denken, dass der zuständige Personalrat bisher durch Passivität glänzt.

Infos über Inge H. und besonders ihren „Brandbrief“ können hier gelesen werden:
http://altonabloggt.wordpress.com/2013/02/19/und-die-bundesagentur-fur-arbeit-schaut-zu/

Ihre Forderungen finden sich hier:
http://altonabloggt.wordpress.com/2012/11/03/eine-jobcenter-mitarbeiterin-fordert/

Alle Informationen stammen von der Webseite des sozialen Zentrum Höxter. Mit freundlicher Zustimmung durch Inge H.:
http://www.soziales-zentrum-hoexter.de